1277     2012
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Döschütz  

800 Jahre Döschütz  

In den Schriften vergangener Zeiten macht unser Heimatort Döschütz nicht allzuhäufig von sich reden.

Im Allgemeinen sind Dörfer von der großen Geschichtsschreibung zu meist etwas stiefmütterlich behandelt worden, da sie wenig Anteil an weltbewegenden Ereignisse hatten. Einige unsere größeren Nachbarorte sind allerdings schon von Heimatforschern auf interessante Ereignisse in ihrer Entstehungsgeschichte untersucht worden, und so lassen sich immerhin aus deren Vergangenheit Rück­schlüsse auch auf unsere unmittelbare Umgebung ziehen.

Nun ist in unserem kleinen Ort leider kein Schloß oder Rittergut nachweisbar, und es gab auch kein Kloster und keine Kirche die ihre Spuren hinterlassen hätten und nicht einmal ein Kobold oder andere Sagengestalten fanden hier in verlassen Ruinen Unterkunft.

Auch die Deutung unseres Ortsnamen bietet wenig Stoff um damit interessanten Zusammenhängen längst vergangener Zeiten nach zuspühren. Die Literatur gibt uns auch keine Auskunft darüber ob jemals eine berühmte Persönlichkeit in unseren Mauern gelebt hat. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Unser Döschütz liegt 8 km südwestlich von Großenhain und kaum 500 m südlich von Zottewitz an der Grenze zum Weinbaugebiet Seußlitz und dem Naturschutzgebiet Seußlitzer Grund, nahe der Hohen Straße, - oder auch Alte Salzstraße genannt - gelegen. Die Hohe Straße war eine Handelsstraße, Die von Frankfurt/Main - Leipzig kommend, in Merschwitz durch die Elbe führte, an Goltzscha vorbei nach Großenhain und über Görlitz bis nach Breslau verlief. Ihre Blütezeit war von 1450 bis 1550.

Döschütz liegt 164 m über NN und hat eine Flächengröße von 172 ha.

Diese Fläche erstreckt sich in einem Streifen von der Oberkante des Seußlitzer Grundes im Süden bis nach Goltzscha, oder bis zum ehemaligen Vorwerk Luisenhof von Merschwitz im Norden. Auf einer Entfernung von fast 3 km wechseln die Bodenarten von Löß ( guter Lehmboden - BWZ 80 ) über lehmigen Sand bis Treibsand ( leichter Sandboden - BWZ 20) .

Döschütz ist ein reines Bauerndorf und von jeher ein Gassendorf und verfügte über 10 Dreiseitenhöfe, die jedoch nicht mehr alle in ihrer ursprünglichen Form existieren. Im Jahre 1406 wird von einer Flurgröße von 11 Hufen berichtet. In den Jahren um 1900 entspricht dies einer Flächengröße von 172 ha.

Neben der Landwirtschaft hat es keine größeren Gewerke gegeben.

Ab dem Jahre 1893 gab es eine Gastwirtschaft in der jetzigen Haus Nr. Am Forst 2. Die Gastwirtschaft ist vielen von uns noch mit dem Gastwirt Leuteritz, Richard, der sie von 1934 bis Mitte der sechziger Jahre betrieb bekannt ist. Weiterhin gab es den Kolonialwarenhändler Kessler Paul von 1934 bis 1945 In der jetzigen Hausnummer 11.

Auch heute prägt die Landwirtschaft das Dorfbild.

Nach der Wende haben sich weiterhin folgende Gewerbe gegründet bzw. angesiedelt.

Malerbetrieb Dietze

Großenhainer Immobilienverwaltung , Herr Riedel Güter- und Nahverkehr Fehrmann

Fahrzeug - und Teilehandel Schubert

Die Bevölkerung unseres Ortes verlief seit 1406 ziemlich gleich.

1547/51       10 besessene Mannen = bäuerliche Hufebesitzer

 18 Inwohner = Besitzlose, Dienstboden, Arbeitskräfte

1764 - 15 besessene Mannen, 10 Inwohner 

1925 - 70 Einwohner 

1934 - 67 Einwohner 

1939 - 59 Einwohner 

1946 - 100 Einwohner 

2004 - 49 Einwohner 

2005  - 51 Einwohner

Bilder zur 800 Jahrfeier in Döschütz 

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