In den Schriften
vergangener Zeiten macht unser Heimatort Döschütz nicht allzuhäufig von sich reden. Im Allgemeinen sind Dörfer von der großen
Geschichtsschreibung zu meist etwas stiefmütterlich behandelt worden, da sie
wenig Anteil an weltbewegenden Ereignisse hatten. Einige unsere größeren
Nachbarorte sind allerdings schon von Heimatforschern
auf interessante Ereignisse in ihrer Entstehungsgeschichte untersucht worden,
und so lassen sich immerhin aus deren Vergangenheit Rückschlüsse auch auf
unsere unmittelbare Umgebung ziehen. Nun ist in
unserem kleinen Ort leider kein Schloß oder Rittergut nachweisbar, und es gab
auch kein Kloster und keine Kirche die ihre Spuren hinterlassen hätten und
nicht einmal ein Kobold oder andere Sagengestalten fanden hier in verlassen
Ruinen Unterkunft.
Unser Döschütz liegt 8 km südwestlich von Großenhain und
kaum 500 m südlich von Zottewitz an der
Grenze zum Weinbaugebiet Seußlitz und dem Naturschutzgebiet Seußlitzer Grund,
nahe der Hohen Straße, - oder auch
Alte Salzstraße genannt - gelegen.
Die Hohe Straße war eine Handelsstraße, Die von Frankfurt/Main
- Leipzig kommend, in Merschwitz durch
die Elbe führte, an Goltzscha vorbei nach Großenhain und über Görlitz bis
nach Breslau verlief. Ihre Blütezeit war von 1450 bis 1550. Döschütz liegt
164 m über NN und hat eine Flächengröße von 172 ha. Diese Fläche erstreckt sich in einem
Streifen von der Oberkante des Seußlitzer Grundes im Süden bis nach Goltzscha,
oder bis zum ehemaligen Vorwerk Luisenhof von Merschwitz im Norden.
Auf einer Entfernung von fast 3 km wechseln
die Bodenarten von Löß ( guter Lehmboden - BWZ 80 ) über lehmigen
Sand bis Treibsand ( leichter
Sandboden - BWZ 20) . Döschütz ist ein reines Bauerndorf und
von jeher ein Gassendorf und verfügte über 10 Dreiseitenhöfe, die jedoch
nicht mehr alle in ihrer ursprünglichen Form existieren. Im
Jahre 1406 wird von einer Flurgröße von 11 Hufen berichtet. In den Jahren um
1900 entspricht dies einer Flächengröße von 172 ha. Neben der Landwirtschaft hat es keine größeren
Gewerke gegeben. Ab dem Jahre 1893 gab es eine
Gastwirtschaft in der jetzigen Haus Nr. Am Forst 2. Die Gastwirtschaft ist
vielen von uns noch mit dem Gastwirt Leuteritz, Richard,
der sie von 1934 bis Mitte der sechziger Jahre betrieb bekannt ist. Weiterhin gab es den Kolonialwarenhändler Kessler Paul von
1934 bis 1945 In der jetzigen Hausnummer 11. Auch heute prägt die Landwirtschaft das
Dorfbild. Nach der Wende
haben sich weiterhin folgende Gewerbe gegründet bzw. angesiedelt. Malerbetrieb
Dietze Großenhainer Immobilienverwaltung , Herr Riedel Güter-
und Nahverkehr Fehrmann Fahrzeug -
und Teilehandel Schubert Die Bevölkerung
unseres Ortes verlief seit 1406 ziemlich gleich. 1547/51
10 besessene Mannen = bäuerliche Hufebesitzer 18 Inwohner = Besitzlose, Dienstboden, Arbeitskräfte 1764 - 15 besessene Mannen, 10 Inwohner 1925 - 70 Einwohner 1934 - 67 Einwohner 1939 - 59 Einwohner 1946 - 100 Einwohner 2004 - 49 Einwohner 2005 - 51
Einwohner |