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       Dokumentation aus der vergessenen Zottewitzer Unterwelt 
erste Kellergewölbe und sagenumwobenen Geheimgang ! 

Exklusiv Bericht vom 22.02.2009 aus dem vorerst längstem Teilstück des Zottewitzer Geheimganges !  

Lagebesprechung bei Glühein und heißem Tee 
Die ersten 4 Leute und der Kammermann versteckt hinter seinem heutigen, wichtigsten Gerät.

Am 22.02.2009 trafen sich einige interessierte Zottewitzer, um in die längst vergessenen Kellergewölbe hinab zu steigen und etwas Licht in die sagenumwobenen Geschichten vom Zottewitzer Geheimgang und deren Kellergewölbe zu bringen. 
Bereits 1989 wurden mit einem Bagger Schachtarbeiten wegen der Verlegung der örtlichen Abwasserleitungen, auf dem Gelände des unteren Wirtschaftsgebäudes Kellerdecken aus massivem Bruchstein entdeckt, jedoch nicht weiter untersucht. Diese wurden nur notdürftig mit Betondielen abgedeckt und wieder zu geschüttet. Es sollten wieder einige Jahre vergehen, als man aus Neugier erneut nach diesem Keller suchte, .... jedoch bei der Suche auf ganz andere Kellerdecken - mit jetzt einem Ziegelgewölbe stieß. Ein kluger Bauunternehmer setzte diesmal jedoch Schachtringe über die beiden Durchbrüche um überhaupt an diese Gewölbe ohne Schachtarbeiten, zu gelangen - denn einen anderen Zugang zu diesen Gewölben gibt es heute nicht mehr. Schon damals dokumentierte der Bauunternehmer, der auch Grundstücksbesitzer ist, den Zustand diese Gewölbe und stelle bereits erste Thesen und erste Schlußfolgerungen auf. Ein Teil des Der Zottewitzer Geheimganges war wieder entdeckt!  

Angetrieben von der Neugier, Abenteuerlust und natürlich auf der Suche nach der Geschichte von Zottewitz, fanden sich jetzt nun wieder einige Interessierte, die es wagten 6 Meter tief unter der Erde hinab zu steigen. 

Folgen Sie uns nun hier hinab in die Zottewitzer Unterwelt und lassen Sie uns an Hand von ersten Erkundungen in den Gewölben über die Geschichte von Zottewitz spekulieren und erste, weitere Thesen aufstellen. 



Abstiegsschacht mit Brunnenringen und Steigeisen, bis auf den Durchbruch der Kellergewölbedecke. 
 

 

Das Team rollt an, ... mit seiner Ausrüstung wie Notstromaggregat, Lampen und Baustrahlern, Seilen, Helm, Spaten, Handy´s für den Notfall und natürlich Kamera.

Erster Rundgang und Besichtigung durch die erste Gruppe. Großes stauen über die Größe und das Außmaß der Gewölbe ! 

Es befinden sich im Prinzip zwei tonnenartige Gewölbe in ca. 6 Meter tiefe, gerechnet vom ursprünglichen Kellerboden bis zur Erdoberfläche. Die Länge des ersten Gewölbes beträgt 5,30, des zweiten 27 Meter. Die ursprüngliche Höhe wurde auf Grund von ersten Probegrabungen auf ca. 1,90- 2,10m festgestellt. Die Breite des Kellers ist 2,90m. 

Weitere, neue Erkenntnisse wollen wir uns heute verschaffen ... 
Diskussionen um den Zustand des Gewölbes ....  

Es ist eindeutig festzustellen, daß der Boden des Kellers mit Unmengen von lehmartigen Boden, in unterschiedlichen Höhen teilweise verschüttet worden ist. Offensichtlich hat man vor dem vermauern des Gewölbes, beim Bau des Wirtschaftshauses um 1876, Bodenaushub dorthinein gefahren und diesen Gang dann anschließend vermauert. Anders sind auch die unterschiedlichen Höhen im Keller nicht zu erklären. Von der Hausseite her, sind die Bodenmassen besonders hoch, weiter hinten ist der Boden nur ca. 40 cm verschüttet. Auf den höchsten Stellen liegt der aufgeschüttete Boden ca. 1,20m hoch. Deshalb kann man, wie man hier auf dem Foto sieht, teilweise auch nur sehr gebückt durch den Kellergang gehen.      
Im Keller führen auch zwei Luftschächte nach oben, die teilweise auf der Erdoberfläche abgedeckt sind und nicht ohne weiteres zu sehen sind. Hier sieht man deutlich am hinteren Luftschacht, daß Erdmassen seitlich bereits den Schacht eingedrückt haben.  
Hier der hintere Schacht, die jeweils mehr seitlich im 27 Meter langen Keller sich in der Wand befinden.  

Hier auch der Absatz im Kellergewölbe zu sehen, kurz vor dem westlichen Kellerende, worauf wir später noch einmal zurück kommen werden.  
Auf dem Kellerboden befinden sich bereits dadurch noch weitere, eingestürzte Bodenmassen von der Erdoberfläche, die durch den Luftschacht eingefallen sind.



Ein Geist oder nur Nebel im Keller ... ? 

Hier auch auf dem Foto zu sehen, wie feucht die Luft ist ! Schon der eigene Atem reicht aus, um hier Nebelschwaden zu erzeugen und diese werden dann vom Blitzlicht ganz besonders hell erleuchtet.   

Rechts hier auf dem Foto der Gewölbedurchbruch, worin wir hier eingestiegen sind. Im linken Bildrand, der Segmentbogen, der die zwei Gewölbe von einander trennt.



Hier erste holzartige Fundstücke auf dem Kellerboden. "Hinterlassenschaften" aus alten Zeiten oder in den Keller hinein geschwemmtes Holz?
3 Holzstücke, stark verrottet. Aber ,wir fanden auch eine kleine, schmale Absplitterung eines grünen Kunststoff-Faserschreibers. Bestimmt also keine Hinterlassenschaften der letzten Ritter. Also irgendwann von der Oberfläche durch die Luftschächte nach unten geschlämmt.

Die Seitenwände ca. 80cm hoch und gerade verlaufend, sind aus massiven Bruchsteinen gemauert. Das Gewölbe aus zwei übereinander gemauerten Ziegellagen.  

Seitenwände des Kellers .... 

Ersichtlich ist auch die Bauweise des Kellers. Dieser wurde hier in dieser Tiefe nicht mehr von oben ausgeschachtet, das Gewölbe gebaut und wieder zugeschüttet, nein - sonder es sind immer deutlich, einzelne Segmente zu erkennen. Auch die Kellerdecke weist Verwerfungen auf, ist nicht glatt durchweg. Aller 80 - 100 cm verlaufen über die zwei Seitenwände bis durch das Ziegelgewölbe eine umlaufende Fuge. Warum ? Man hat Stück für Stück das Gewölbe voran getrieben. So wie auch noch heute, hat man ein Stück ausgeschachtet und dann wieder ein Stück Gewölbe angebaut. 

Da staunt man nicht schlecht, wie man sich doch da früher abmühen mußte, das alles so zu bauen ! Ich war sichtlich beeindruckt !

 

Das Tor oder die Mittelwand, die sich zwischen den beiden Kellergewölben befindet.

Dies besteht aus massiven, sehr hartem Sandstein, wie er auch im Schloßkeller verwendet wurde. Auch die Einteilung der Segmente, die Art, die Form und die Oberflächenbearbeitung der Segmentbogen ist der Türeinfassungen im Schloßkellers sehr ähnlich - nur von den Maßen her kleiner.  
An den Seiten sind in dem Gestein deutlich Reste von Eisenankern oder eingelassenen Mauerankern zu sehen, ( als rostbraune Verfärbung und Flecken im Gestein zu sehen. Das frühere vorhanden sein einer Tür oder Gitter mit Riegel, Schanieren und Türanker läßt sich dazu Schlußfolgern.   
Der vordere, kleinere Keller, wo sich auch der Deckendurchbruch befindet, hat die Maße von ca. 5,30 lang und 2,90 m breit. Dieser wird auf der einen Seite durch den massiven Sandsteinbogen begrenzt und auf der anderen Seite hier zu sehen, eine massive Bruchsteinwand. 

Auffällig ist dabei sofort, daß diese Seitenwand unter die Ziegelgewölbedecke gemauert wurde und auf der hier rechten Seite das Ziegelgewölbe durchbrochen ist und die untergemauerte Bruchsteinwand sich dort nach oben weiter fort führt. Direkt vor der Wand ( ca. 50 cm ) ist der verschütte Boden wesentlich niedriger. Daher läßt die Annahme zu, daß der Boden in den Gang / Keller hinein getragen wurde und anschließend mit dieser Bruchsteinmauer verschlossen wurde.   



Hinter diesem Berg geht es ca. 1 Meter tief ab, bis an die Mauersohle.   

 

Die hellen Punkte sind kleine  Wassertropfen auf meiner Kameralinse.

Mittend im großen Kellergang, der eine Länge von 27m mißt und eine Breite von ca. 3 Meter. An der Seitenwand steht hier ein Spaten... und wartet auf seinen Arbeiter ...   Die Seitenwände sind mit massivem Bruchstein gemauert. Die Decke  wurde mit Ziegeln in einem großen Format errichtet, die ca. 80cm hohen, geraden Seitenwände mit Bruchsteinen. 

Der Boden ist hier mit ca. 40cm lehmartigen und teilweise sehr festen Sandmassen 
überdeckt. Die seitlichen Gründungsmauern des Kellerganges hören hier nach ca. 40 cm auf. Dies konnten wir an einer Probegrabung feststellen. 

Das Ende des großen Kellergewölbes. Im Bild links einer unser unzähligen Bauscheinwerfer, der von einem Notstromaggregat auf der Oberfläche betrieben wird. Auch hier an der Kellerdecke deutlich zu sehen, eine Mauerfuge, zwischen 2 Bausegmenten. 

Aber auffällig ist hier noch etwas ganz anderes .... 

Kurz vor dem Westlichem Ende des großen, langen Kellergewölbes, werden die Segmentbogen kleiner. Man hat hier das Gewölbe kleiner gebaut.... 1,50m vor dem Kellerende ? 
Ein Rätsel was uns total unklar ist. Warum mauert man den Keller  dort kleiner, wo man weis, dort ist sowieso Schluß ? 

Begann dort der eigentliche Geheimgang von Zottewitz ? Befinden wir uns in einem Keller mit logischerweise einer Belüftung und ab hier geht der eigentliche Geheimgang los, der bis in das 2 km entfernte Schloß Hirschstein führen soll ? .... hindurch der Elbe ? 

An der sogenannten Giebelmauer dieses Kellerendes, sieht man keine besonderen Auffälligkeiten, wie an der östlichen Giebelwand, die durch die Grundmauern des Wirtschaftsgebäude begrenzt werden. 
Aber auf dieses Thema kommen wir noch später zurück. 

Das westliche Ende des Kellers, erhellt mit zwei Scheinwerfern.  
Rechts wieder der eingefallene Boden durch den Luftschacht zu erkennen. Im Hintergrund die Reduzierung in breite und Höhe des Kellerganges. Nach ca. 1,50 Meter kommt dann die westliche Kellergiebelwand.   
Geheimnisvoll, gruselig aber auch sehr beeindruckend sind diese Kellergewölbe allemal, wenn man sich dazu noch vorstellt, wie alt diese wohl sein werden ? Wir schätzen, das diese aus der Bauzeit der Zottewitzer Wasserburg stammen. Auf den Gründungsmauern und Kellergewölben der Wasserburg wurde später das Schloß errichtet. Denn in der Bauzeit der Wirtschaftsgebäude die durch Agnes von Stammer um 1880 bis 1890 gebaut wurden, waren diese Keller höchstens im Wege und wurden verschlossen.    Ab und zu fallen 2 unserer Baustrahler mit speziellen Quecksilberhochdruckdampflampen aus, wenn es durch das Notstromaggregat Stromschwankungen gibt

... und wir in in einer fast völligen Dunkelheit eingeschlossen

..... im Zottewitzer Geheimgang. 
Im großen Kellergang verläuft auch die Richtung des Ganges in eine leicht gekrümmte, in nördlicher  Richtung. Der Keller macht einen leichten Bogen.  Sicher haben es die Baumeister zu jener Zeit mit der Genauigkeit es  nicht so genau genommen. Oder hat es damit auch einen anderen Grund  - aber welchen ?  
Wir wissen es nicht.... 
Hat es vielleicht doch etwas mit dem Verlauf, der Richtung des Geheimganges zu tun - in Richtung Seußlitzer Klosterkirche?
Doch wir wollen nicht weiter rätseln sondern uns Gewissheit verschaffen und buddeln mit Spaten und Schaufel an dem Segemtboden, um dort auf den eigentlichen, früheren Fußboden zu gelangen.    
Allen "Unkenrufen" zum trotze
... 

Wir sind bei unseren Grabungen nicht reich geworden! 

Es wurden keine weiteren Fundstücke, wie Gold- und Silbermünzen gefunden und auch kein Bernsteinzimmer. 

... hier jedenfalls nicht, aber vielleicht noch auf der anderen Seite ...  ?!?   

 

Schweißtreibende Arbeit im nassen Keller lassen wieder Nebelschaden aufziehen. 


Der Segmentbogen besteht aus mehren, zusammengesetzten Teilen. Hier an den Übergängen von geradem Seitenschaft zum runden Bogen, deutlich eine Fuge zu erkennen. Nach vorn (kl. Keller) ist der Bogen rechtwinklich, auf der Rückseite zum großen Keller zugewandten Seite schräg zugearbeitet. Also genauso wie die wuchtigen  Türeinfassungen im freigelegten Schloßkeller .... 

  

Schachtarbeiten am Segmentbogen. 

Wir hoffen den Kellerboden zu finden und vielleicht auch die Schwelle des Bogens. An der Seitenwand sind deutlich helle und dunkle Stellen und Linien zu erkennen, die von früheren Wassereinbrüchen und Wasserständen im Keller zeugen. Der Boden ist lehmig bis hart kiesig. 

 

Das schwarze könnte von Verrottungen und Schimmel entstanden sein. Mit Maurerkelle und Spaten geht es weiter hinab am Segmentboden, auf der Suche nach weiteren Erkenntnissen ......     

Die östliche Kellergiebelwand, zum Wirtschaftsgebäude zugewandt.
Hier wird schon mal an der westlichen Mauer mit Hammer und Meisel gepickert. Der Nebel macht nicht nur uns zu schaffen, sondern auch der Kamera. 

Luftfeuchtigkeit 100% 
Der östlichen Mauer wollen wir Ihr Geheimnis mit Hammer und Meisel entreißen. Wie Stark wird diese wohl sein? Die Steine sind nicht von dieser Seite der Mauer versetzt worden, sondern die Wandoberfläche ist auffällig, sehr "holprig". Wir vermuten, daß die Wand von der anderen Seite her gesetzt wurde und man hier auf dieser Seite nie wieder jemand her kam.  

 

 

Hier noch einmal die starken Verfärbungen besonders am Bogen zu sehen. Wäre dieser aus hartem Gestein, wie Granit, hätte dieser nicht so die Farbe aufnehmen können. Sandstein ist poröser als Granit. Sandstein war jedoch auch schon früher ein teuer Baustoff. Warum hier also diese Begrenzung? 

 

Im Vordergrund hier der Segmentbogen und die Scheinwerfer am westlichen Ende des Kellers zu sehen. 

Unser Spaten im hinteren Teil des großen Kellers, wartet immer noch auf einen Schachtarbeiter ... 
Hier noch einmal das westliche Ende des Kellerganges, was untypischer weise auf die letzten 1,5 m in der Breite und in der Höhe verkleinert wurde.  Begann dort der Geheimgang, den man einfach nicht mehr so groß baute wie das Kellergewölbe ? 
Vom Verlauf und Sinn und Zweck des Geheimganges ist eher zu vermuten, daß dieser von den Kellergewölben des Schlosses in Richtung Westen verlief, hindurch des heutigen, darbüberstehenden Wirtschaftsgebäude unterbrochen wurde  und bis hinter der Wehrmauer in die früheren Wälder verlief und somit zur Flucht aus der Wasserburg diente. In wie weit sich die Sage halten läßt, daß dieser Gang bis in die damalige Seußlitzer Klosterkirche und dann hindurch die Elbe bis auf das Schloß Hirschstein verlief, ist hier sehr fraglich. 
Schachtarbeiten außerhalb des Kellers haben dazu keinen konkreten Aufschluß erbracht, ob der Keller dort endete, oder auch wie an der östlichen Wand mit einer Mauer verschlossen wurde. 

Gespenstisch und geheimnisvoll zu gleich. Wir befinden uns 6 Meter unter der Erde, umgeben von stillen Zeitzeugen.

 Von oben durch den Schacht hören wir die Stimmen unseres Bodenpersonals und hören die unermüdlichen Hämmerschläge, die von der Westwand kommen, der wir Ihr Geheimnis mit Hammer und Meisel entreisen wollen ...   

>>> hier dazu eine Life Hörprobe aus dem Kellergewölben !  

Soundimpression

 

Man buddelt angestrengt weiter am Segmentbogen und kommt langsam an erste Tatsachen und  Erkenntnisse. Eine erste, härtere Kiesschicht, läßt das Vorhandensein eines früheren, verfestigten Boden schließen, was auch ein dunkler Streifen verdeutlicht. Alles sachkundige Erkenntnisse durch unseren Bauunternehmer werden hier vor Ort gestellt ...

 

Die Türschwelle des Segmentbogens.

Und nach noch einmal ca. 20cm tiefer, kommt dann endlich eine Schwelle zum Vorschein, die auf der rechten Seite frei gelegt wird. Diese dient nicht nur als Türschwelle sondern auch als Gründung für die darauf gesetzeten Sandsteintüreinfassungen, den Segmentbogenteilen. Das Material ist das gleiche, aus dem auch die  Bogensegmente gefertigt sind. Eher ein harter Sandstein, als ein Granit. 


Direkt an der seitlichen, rechteckigen Einfassung selbst, ist die Schwelle noch kantig. In der Mitte zu, sind die Schellenkanten mehr rund also abgelaufen. Das läßt die These zu, daß der Keller oder Gang nicht nur gebaut und fast nie genutzt wurde, sondern eher stark als Keller genutzt wurde und somit in der Mitte abgelaufen / abgenutzt wurde. 
Von der jetzt frei gelegten Schwelle bis an die Gewölbedecke können wir jetzt 2,40m messen. Also könnte die Sage doch wahr sein, daß ein Reiter auf seinem Pferde den Geheimgang entlang geritten ist ... ?! Schließlich muß man noch mit bedenken, daß die Leute früher nicht so groß waren wie wir heute!


Der Segmentbogen könnte als feste Trennung der Kellerräume gedient haben. Aber er läßt auch den Schluß zu, daß hier eine Wand mit einem stabilen Gitter oder Tor eingezogen wurde, da man unerwartete Eindringlinge vom anderem Gangende her abhalten wollte, in die damalige Befestigungsanlage der Wasserburg zu gelangen.   

 

Hier einmal die Breite des Segmentbogens, der in der Mitte einen Absatz hat, der eine Art Anschlag gebildet hat.  In der Gesamtbreite ca. 30cm bemessen. 

Video 1 

Video 2 

Video 3 

( .. bitte die langen Ladezeiten beachten ! ) 

Hier an der westlichen Kellerwand müssen wir kapitulieren. Ein Loch von ca. 40cm tiefe haben die unermüdlichen Helfer im nassen  Keller geschafft, die auch schon bei der Freilegung des Schloßkellers dabei waren. Aber es ist natürlich kein Ende zu sehen. Der Kalk in der Mauer selbst ist sehr hart. Die Wand besteht aus Natursteinen aber auch teilweise aus gebrochenen Sandsteinen. Deutlich hier auch der letzte Berg im Keller zu sehen. Kurz vor der Wand geht es ca. 1 m hinab bis fast zum Fuß der Kellerwand. Beim Arbeiten mit Fäustel und Meisel ließen sich im Keller des Wirtschaftsgebäudes jedoch schon starke Klopfgeräusche wahrnehmen. Die Kellerwand ist die Gründungsmauer des Wirtschaftsgebäudes. Damit wurde auf dieser Seite der gang verschlossen. Jedoch ist der Hauskeller bei weitem nicht so tief, wie wo wir hier stehen. Da fehlen vom Hauskellerfußboden bis hier an diese Kellerdecke noch sicherlich 1 - 2 Meter! Also sollte man auch einmal im Hauskeller auf Spurensuche gehen - sprich Schachtarbeiten machen. Wir vermuten, daß der Gang wo wir hier stehen, mit dem Bau des Wirtschaftsgebäudes 1880 einfach aufgebrochen wurde um das Gebäude zu gründen. Eine Kellerdecke ist keine Mauergründung für ein massives Gebäude. Das Vorhandensein diese Ganges hat man also zum Zeitpunkt des Wirtschaftsgebäudes gewußt. Man hat diesen beim Bau um 1880 mit Abraum teiweise verschüttet und ihn dann durch die Gründungsmauer verschlossen. Weitere Schachtarbeiten im Gebäude selbst würden Aufschluß bringen. Es ist dann auch anzunehmen, daß der Gang im Bereich des Gebäudes nicht mehr existiert, die Gewölbedecke durchbrochen und verfüllt wurde. Es läßt sich aber weiterhin annehmen, daß dann dieser Gang auf der andern Gebäudeseite,  außerhalb des Gebäudes weiter in Richtung ehemaliges Schloß, was auf den Kellermauern einer sehr frühen Wasserburg gegründet wurde, weiter verläuft. Das Vorhandensein eines Geheimganges im Schloß selbst ist durch mehrere Augenzeugen belegt. Erst vor einigen Tagen, habe ich selbst mit einer Zottewitzerin gesprochen, die damals ihre Großeltern des öfteren im Schloß besuchte, da sie dort als Mieter wohnten. Damals als junges Mädchen, konnte Sie sich genau erinnern und beschreiben, wo dieser im Schloß in einer sehr starken Mauer nach unten ging. Der Luftzug auf der Treppe war so stark, daß man keine offne Kerze zum brennen halten hätte können. Nur mit Sturmlaternen wäre es möglich gewesen, dort mit Licht in den Gang zu gehen. Diese Schilderung läßt zu, daß größere oder weitläufige Gänge existiert haben müssen. In einem normalen, geschlossenem Keller kommt diese Fönomen dieses Luftzuges nicht vor.                   
Nach 2 Stunden wollen wir aber nun wieder hoch, zu unserem treuen "Bodenpersonal" was uns die ganze Zeit mit Strom für die große Anzahl an Lampen versorgt hat, mit Werkzeugnachschub und natürlich in einer Gefahrensituation hätten Maßnahmen ergreifen können.     
 Oben erwartet man uns mit den Restern heißen Tee und Glühwein, die nach 2 Stunden angestrengter Arbeit des Bodenpersonals übrig geblieben sind. .. aber es war schon toll, die Verpflegung!  Danke ! 

Es wir nun ausgewertet, besprochen wie es denn nun weiter gehen soll. Besitzverhältnisse könnten und sollen sich auch noch ändern. Warten wir´s ab, was passiert mit den geheimnisvollen Gängen in der Zottewitzer Unterwelt aus dem 16. Jahrhundert.

Aber wir haben ja noch mehr, neue Keller zu erforschen. Wenige Meter von diesem hier entfernt, startet demnächst ein erneuter Abgang in einen anderen Keller, der wohl zu jener Zeit einem ganz anderem Zweck diente. Denn dieser liegt in einer ganz anderen Himmelsrichtung, ist von ganz anderer Bauart, ohne einen einzigen Ziegel  und ist etwa 18 Meter lang und 5 Meter breit. Auch dieser wurde teilweise mit einer Wand zugesetzt, da er teilweise noch tief unter den Gründungsmauern des  Wirtschaftgebäude verläuft. 

Warten wir´s also ab, auf welche Geheimnisse wir da noch stoßen. 

Vielen Dank auch hier an dieser Stelle, dem jetzigem Besitzer des Grundstückes, der uns diesen "Ausflug" möglich machte. 

   

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