Kirchengeschichte Seit wann Döschütz
nach Seußlitz eingepfarrt ist, ist nicht genau überliefert. Fest steht jedenfalls daß 1272 Markgraf Heinrich der Erlauchte
das Seußlitzer Pfarrlehn dem von ihm gegründeten
Kloster der Klarissinnen übereignete und als
Ersatz dafür ein Vorwerk und andere Güter in Strießen kaufte - das
Strießner Pfarrlehn war entstanden. Der Seußlitzer Pleban ( Pfarrer)
siedelte deshalb nach Strießen über
und verwaltete von hier aus Seußlitz wie ein Filial (Tochtergemeinde
). Von da an war Döschütz nach Strießen eingepfarrt. Im Jahre 1517
wurden durch die Thesen Martin Luthers einschneidende Veränderungen gegen die
Vorherrschaft der römisch-katholischen Kirche in Deutschland durch geführt,
man sprach von der Einführung der Reformation. 1540 fand eine Kirchenvisitation statt, bei dem die Pfarrer auf dem Lande
forthin evangelisch zu lehren und zu predigen hatten. Bei dieser
Visitation wurde festgelegt das von nun an Seußlitz, Diesbar, Neuseußlitz,
Zottewitz und Döschütz , wahrscheinlich
auch Blattersleben nach Merschwitz eingepfarrt werde. Es wird weiter davon berichtet, das Döschütz 1547 dem Kloster
Seußlitz angeschlossen wurde und das jede
Person jährlich 4 Opferpfennige beim Beicht und Abendmahlsgang zu leisten habe. 1555 wird wieder von der Kirchenzugehörigkeit zu Merschwitz
geschrieben. Später, allerdings gibt es
keine Aufzeichnungen, wann genau, wird die Seußlitzer Kirche die Pfarr-
oder Hauptkirche und Merschwitz Nebenkirche. Ab 2002 erfolgte der Zusammenschluß zur Kirchgemeinde Diesbar
- Seußlitz, zu der Döschütz nach wie vor gehört. |