Westlich vom Schloß ist ein zwingerartig angelegter Eingang erhalten. Die
rundbogige Nebenpforte hat feste Gewände, das Haupttor nur Pfeiler. Über der
gleichen Nebenpforte des oberen, nahe beim Schloß angelegten Tores eine
Sandsteinplatte, etwa 60 cm im Geviert messend, mit zwei Wappen, von denen das
rechte fast völlig verwittert ist, und zwar von Schleinitz und von Schönfeld. Wohl mit bezug auf Haubold von Schleinitz auf Königswartha, der das Gut noch 1650 besaß. Am Tore Rillen. Die östliche Zwingmauer hat T-förmige Schießscharten, Backstein, verputzt. Das obere Tor ist ebenfalls durch Schießscharten in Schlitzform gesichert, je eine Schlüsselform bestreicht die Gartenmauer. Das nördlich am Schloß gelegene große Rundbogentor am Pichschuppen hat gefaste Sandsteingehwände. Oben bez.: 1762. Darüber ein Stein mit dem Wappen derer von Schleinitz und von Ziegler. Reste eines Renaissancetores aus der Zeit um 1600 sowie Keilstein, Sandstein, mit schlichten Konsolen, "Eierstab und Zahnschnitt" sind in der Ostmauer des Zwingers vermauert.
Heute führt die Dorfstraße ungehindert dort hindurch. In der Zeit des Mittelalters, wo man die Befestigungsanlagen baute, könnte man behaupten, das Ritterspiele und andere Veranstaltungen zur Unterhaltung abgehalten wurden. Unter dem Schatten von mehreren einhundert Jahre alten Linden die heute noch stehen, nahm offensichtlich die Herrschaft platz. Später wurde dieses Gelände nach Überlieferungen zur Haltung für Schafe verwendet.
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